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Die Ramsar Konvention

Lebendige Flusslandschaften

Feuchtgebiete zu schützen, zu erhalten und nachhaltig zu bewirtschaften: Das sind die zentralen Anliegen der 1971 unterzeichneten Ramsar-Konvention.


Der Name „Ramsar“ geht auf jene iranische Stadt zurück, in der das "Übereinkommen über Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung" – die Ramsar Konvention – ins Leben gerufen wurde. Hintergrund für diesen Schritt war es, dem Verlust von Feuchtgebieten auf internationaler Ebene entgegenzuwirken. Heute sind 160 Staaten Mitglieder der Konvention. Österreich ist im Jahre 1983 der Konvention beigetreten.


Insgesamt gibt es, in Österreich derzeit 19 Ramsar-Gebiete, in der Slowakei 14 und in der Tschechischen Republik 12. Die March-Thaya-Auen gehören – in Verbindung mit den Donau-Auen – zu den bedeutendsten Ramsar-Gebieten Mitteleuropas.

 

Mehr Informationen zum Thema Ramsar-Konvention erhalten Sie unter:

 

 

Ramsar Spalte rechts

 "Ohne Wasser gäbe es kein Leben. Wasser ist ein kostbares, für den Menschen unentbehrliches Gut." (Wasser-Charta des Europarates, 1968).

Feuchtgebiete sind ein wesentlicher Bestandteil des natürlichen Wasserkreislaufs: Sie speichern Niederschläge und tragen dazu bei, Grundwasser zu erhalten und die Wasserqualität zu verbessern. Die Überflutungsräume der Flüsse bilden einen wichtigen Schutz vor Hochwasser. Für eine besondere Pflanzen- und Tierwelt, vor allem Wasser- und Watvögel, sind Flüsse und ihr Umland - Auwälder, Feuchtwiesen, Altarme u. ä. - ein unersetzlicher Lebensraum. In naturnahen Flusslandschaften finden Menschen Raum für Erholung und Ausgleich. Um diese Aufgaben zu erfüllen, braucht es ökologisch intakte, im Gleichgewicht mit der Umwelt befindliche Feuchtgebiete.

 

 

Für die Mitgliedsländer der Ramsar-Konvention gilt das Prinzip des "Wise use" bzw. der "wohlausgewogenen Nutzung". Damit ist eine nachhaltige Bewirtschaftung von Feuchtgebieten gemeint, bei der das Wohl der Menschen im Einklang mit dem Erhalt der Naturgüter steht. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein beständiger Dialog zwischen den verschiedenen Interessensgruppen notwendig.