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Gewässer

Ständig in Bewegung

Durch die Hochwässer kann der Fluss auch in den weiter entfernten Bereichen der Au seine gestaltende Kraft entfalten: Schlamm wird angelagert oder abgetragen, das Wasser bahnt sich immer wieder neue Wege, Ufer werden weggerissen, das Flussbett verlagert sich und die Vegetation muss sich an mitunter wochenlange Überflutungen anpassen. Auf diese Art werden auch Pflanzensamen und Tiereier werden so über das ganze Gebiet verbreitet. Die Flussdynamik ist heute durch Regulierungsmaßnahmen stark eingeschränkt – mit ihren großräumigen, regelmäßigen Wasserstandsschwankungen gehört die Au aber trotzdem zu den naturnähesten in Mitteleuropa.

 

 

2 typische Bewohner der Augewässer:

 

Donaukammmolch (Triturus dobrogicus)

Neben der namensgebenden Donau ist dieser sehr seltene Molch auch in der March beheimatet. Während der Paarungszeit tragen die Männchen einen besonders hohen und tief gezackten Rückenkamm, der dem Molch den Beinamen „Wasserdrachen“ eingebracht hat.

 

 

 

 

Urzeitkrebse

Diese sehr alte Krebsgruppe ist vermutlich vor mehr als 500 Mio. Jahren im Meer entstanden. Die heutigen Urzeitkrebse leben in Salzseen oder in Tümpeln und „Sutten“. Das erfordert eine ganz spezielle Anpassung – so können deren Eier viele trockene Jahre überstehen, um sich dann bei passenden Bedingungen sehr schnell zu entwickeln.

Vom Fluss zum Tümpel


March und Thaya schlängeln sich als mäandernde Tieflandflüsse der Donau entgegen. Charakteristischerweise treten sie zur Zeit der Schneeschmelze im Frühling über die Ufer und überfluten oft für viele Wochen weite Teile des Umlandes. Überschwemmungen sind aber auch zu anderen Jahreszeiten möglich. Das Adernetz der March-Thaya-Auen sind die über das gesamte Gebiet verteilten Augewässer mit ihrer außerordentlich vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Dazu gehören ehemalige Mäander ebenso wie verlandende Seitengewässer in ihren verschiedenen Stadien. Sehr alte Augewässer sind oft nur noch als „Sutten“ (Geländemulden) zu erkennen. Sie sind nur zeitweilig – nach Überschwemmungen – mit Wasser gefüllt. An den feuchten oder nassen Uferbereichen der Gewässer wachsen Seggenriede und Röhrichte. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche gefährdete und seltene Vogelarten, wie zum Beispiel das Kleine Sumpfhuhn (Porzana parva).

 

 

Donaukammmolch (Triturus dobrogicus)